Neben unseren Gruppenprojekten hat sich jeder von uns ein Künstler ausgesucht, zu dessen Werk ein Saaltext erarbeitet wurde. Dass diese Aufgabe leichter scheint als sie ist, versuche ich an meinem Beispiel zu zeigen. Ich habe mir Stefan Baltensperger ausgesucht, der eine Videoinstallation unter dem Titel „Zum Ende der grossen Erzählungen“ erschaffen hat. In einem ersten Stritt habe ich mir auf seiner Webseite die Fotos und Videos seiner Installation angeschaut um einen ersten Eindruck zu erhalten. Schon da wurde mir klar, wie schwer es ist, über ein Werk zu schrieben, welches ich selbst noch nicht erlebt habe. Ich schrieb Stefan also eine E-Mail voller Fragen, technische, konzeptuelle, gestalterische Fragen. Die Fülle an Information die sein Werk umfasst lässt sich nicht so einfach kurz und prägnant erfassen. Schon der Titel verweist auf Jean- François Lyotrard, ein grosser Philosoph mit einer ziemlich komplexen Theorie zur Post-Moderne, welche ebenfalls nicht unerwähnt bleiben sollte. Zwischen meinem ersten Mail an Stefan und dem endgültigen Saaltext steht also ein langer und intensiver Mailkontakt und bestimmt 5 verschiedene Versionen des Saaltextes. Dieser Prozess war jedoch unglaublich wichtig um seine Position zu verstehen und einen würdigen Saaltext zu verfassen. Also liebe Besucher, schaut euch die Saaltexte an, denn sie sind mit viel Aufwand und Kopfzerbrechen geschrieben worden.
CommentsGestern trafen wir uns ein viertes und letztes Mal vor der Vernissage im Dreispitz. Wir, das sind 12 Studentinnen und Studenten des Institutes für Medienwissenschaft Basel und die Kursleiter Andreas Blättler und Doris Gassert. In den letzten zwei Monaten erarbeiteten wir gemeinsam das Begleitprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit zu der Ausstellung Hidden/Obvious welche nächsten Samstag die Türen öffnet. All unsere theoretischen und konzeptuellen Vorarbeiten die wir bis jetzt erarbeitet haben wurden verfeinert und ausgebessert, damit wir nun mit der praktischen Umsetzung beginnen können. Wie das genau aussieht, welchen Problemen und Schwierigkeiten, aber auch was für Erfolge, schöne Begegnungen und lehrreichen Momenten wir dabei begegnen, werden wir euch hier auf diesem Blog mitteilen. So machen wir uns an die Arbeit und freuen uns euch an der Vernissage, am Künstlerstammtisch, beim Bastelworkshop oder auch bei einer unserer Führungen zu begrüssen.
Tag für Tag stolpern wir über offensichtliche Dinge, die uns nicht auffallen und uns verborgen bleiben. Hidden/Obvious zeigt Kunst, die das „versteckte Offensichtliche“ oder eben auch das „offensichtlich Versteckte“ zum Vorschein bringt. Für die Regionale 13 stellen KünstlerInnen aus der trinationalen Umgebung ihre Werke zu diesem Thema im Haus für elektronische Künste Basel aus. Hidden/Obvious ist auch dadurch speziell, dass im Rahmen eines medienpraktischen Kurses der Medienwissenschaft der Universität Basel 12 Studentinnen und Studenten die Möglichkeit haben, an der Organisation der Hidden/Obvious Ausstellung mitzuhelfen und so einen Einblick in das Ausstellungsmanagement zu gewinnen. Sie werden in verschiedene Aufgaben, wie das Verfassen von Saaltexten, das Durchführen eines Begleitprogramms, Workshops, und die Öffentlichkeitsarbeit eingeführt. Ein Teil dieses Programms ist auch die Aktualisierung des Blogs. Es werden laufend kurze Berichte und Bilder der Vorbereitungsarbeiten hier veröffentlicht, um einige für den Ausstellungsbesucher normalerweise versteckte Vorbereitungsprozesse offen zu legen.
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